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Unsere Routine-Karten im Alltag

2019 rockmyday routinekarten 08 titel Beitrag 1024x677 - Unsere Routine-Karten im Alltag

Ein paar Infos zum Handling im Alltag habt ihr euch gewünscht. Ich würde sagen es gibt unendlich viele Herangehensweisen und keine ist richtig oder falsch. Jede Familie darf ihren Weg gehen. Was ich euch nun aufzeige, sind lediglich Anreize oder Vorschläge. Nehmt mit was euch hilfreich erscheint, lasst links liegen was euch eher nicht zusagt.

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  1. Macht euch frei von gesellschaftlichen Vorstellungen oder Normen und lasst eure Kinder gestalten. Seid begleitend und unterstützend dabei.
  2. Schaut die Karten mit euren Kindern an. Wartet einen Moment ab, in welchem sie aufnahmefähig für Neues. Reist sie nicht aus einer Beschäftigung raus. Gebt ihnen die Karten mit einem Satz wie z.B.:“Schau mal was sich hier habe“ und wartet ab was passiert. Kinder sind in der Regel sehr neugierig und wollen ihre Umwelt entdecken. Unsere Erfahrungen zeigen, dass sie sofort damit beginnen, zu beschreiben was sie sehen und zu überlegen für was es hilfreich sein könnte. Kommt es nicht von alleine, könnt ihr sie fragen für was diese Karten denn sind oder was „du“ damit machen kannst.
  3. Wissen alle worum es geht, überlegt wie ihr es für euch umsetzten wollt. Wir leben es sehr frei. Die Kinder bestimmen die Reihenfolge, die Zeitspanne für jede Aufgabe (heute wurde etwa 15 Minuten die Haare gekämmt oder zwischendurch 10 Minuten im Kreis gerannt und auf der nächsten Tätigkeit/Karte herum gehüpft) und auch wie sie den Überblick behalten. Findet eine Tätigkeit etwa in einem anderen Raum statt, macht es großen Spaß die Karte mitzunehmen. So bleibt die aktuelle Aktion auch besser im Gedächtnis. Wir bewahren unsere Karten einmal an unserem Wochenplaner und dann noch an einem Lederband mit Wäscheklammern auf. Das eine Kind hängt alle Karten erst der Reihenfolge auf und nimmt die Erledigten nach und nach runter, das andere legt sie sich auf den Boden (mal in einer Reihe, mal im Kreis) und hängt eine nach der anderen auf.
  4. Seid frei für Interpretationen. „Sonne“ und „Mond“ waren ursprünglich als einleitende Karte für die Morgen- oder Abendroutine gedacht. Diese Karte kann aber auch zwischendurch gelegt werden, um einfach nochmal gemütlich aus dem Fenster zu schauen. Auch andere Karten können ungeahnte Überraschungen bringen. So sollte ich vor einigen Tagen „genau das Buch auf dem Bild“ vorlesen. Was ein Glück, dass wir „Puh- so ein Glück“ im Regal haben. Auch könnt ihr ein Spiel spielen. Legt die entsprechenden Karten für Morgens oder Abends umgedreht auf den Boden oder nehmt sie wie Spielkarten in die Hand und lasst euer Kind ziehen. Dies gefällt meist größeren Kindern, da sie mit „spannendem und unerwartetem“ schon besser umgehen können.
  5. Seid präsent aber nicht aufdringlich. Habt ihr das Gefühl es geht nicht voran, fragt doch einfach mal „Du wo bist du denn gerade?“ oder „Möchtest du lieber eine Karte tauschen?“, „Brauchst du meine Hilfe?“ Auch ist es nicht zwingend nötig sich im selben Raum aufzuhalten. Ich nutze die Zeit Morgens etwa um mich selbst zu richten und Abends falte ich meist Wäsche. Ich bin in sichtbarer Nähe und da wenn ich gebraucht werde.
  6. Wichtig wäre zu sagen, dass die Morgen- & Abendroutine mit den Karten nicht plötzlich schneller geht und besonders in der Anfangszeit unsere Geduld gefragt ist. Habt ihr bisher den Takt vorgegeben und eure Kinder immer wieder gedrängt, jetzt doch endlich mal fertig zu werden oder bitte endlich die Zähne putzen zu gehen, werden sie ihre gewonnene Freiheit anfangs sicherlich sehr genießen. Folglich kann es mitunter sogar länger dauern als bisher. Fällt es euren Kindern auch nach einiger Zeit schwer bei der Sache zu bleiben und auch damit abzuschließen, könnt ihr zur Orientierung auch eine Eieruhr oder einen Handywecker zu Hilfe nehmen. Die einzelnen Zeitspannen sollten jedoch machbar für eure Kinder sein.
  7. Wir alle sind Menschen mit Gefühlen und Bedürfnissen. Es gibt Momente da haben wir keine Geduld mehr. Wir möchten endlich Ruhe um zu verschnaufen, durchzuatmen und unseren Kopf auszuruhen. Kommuniziert eure Bedürfnisse ganz offen mit euren Kindern. Nicht wertend oder vorwurfsvoll. „Ich hatte heute einen sehr anstrengenden Tag und möchte nun etwas Zeit für mich haben, was könnten wir tun damit ich mich bald  ausruhen kann und ihr jetzt bettfertig werdet?“ Ja und auch kommt es zu Momenten da übernehme ich. Doch dann haben meine Kinder bereits in vielen Situationen die Botschaft bekommen, dass ihre Bedürfnisse respektiert werden und sie selbst entscheiden können.

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Ich bin sicher dieser Beitrag wird sich mit der Zeit weiter entwickeln und weiter wachsen. Wir würden uns also sehr über eure Erfahrungen und Ergänzungen freuen. Schreibt diese am besten in die Kommentare.

liebste Grüße

gesine & ann

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