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Rhabarbersirup | ganz einfach in wenigen Minuten selber machen

So, wie versprochen hier mein kinderleichtes Rezept für einen herrlich köstlichen Rhabarbersirup in atemberaubendem pink. Perfekt übrigens für unsere große Einhornparty Ende April. Doch nicht nur farblich macht Rhabarbersirup einiges her, sondern auch geschmacklich finde ich ihn perfekt für heiße Sommertage. Säuerlich mit ein wenig Süße. Ob mit kühlem Mineralwasser aufgegossen, zum Prosecco oder auch mal mit Minze und Wasser als selbstgemachtes Eis am Stiel aus dem Gefrierfach. Bis jetzt war jeder immer hin und weg von meinem selbstgerechten Rhabarbersirup. Ein Grund weshalb es dieses Jahr wohl nicht bei einem Einkochvorgang bleiben wird, schließlich hätte ich gerne auch noch im Winter etwas davon.

Ganz klassisch wird Rhabarbersirup aus Rhabarberstangen hergestellt. Allerdings bin ich letztens auf ein Rezept gestoßen, welches für den Sirup ausschließlich die „Reste“, also Schalen und Abschnitte verwendet. Werde ich definitiv beim nächsten Kuchen ausprobieren und euch berichten falls ihr Lust habt.

So nun aber zum Rezept für den kinderleichten Rhabarbersirup 

2 kg Rhabarber (nach dem putzen)

1 1/2 L Wasser

400 g Zucker

1 Pck. Zitronensäure oder 1 Zitrone

2 Msp. Einmachhilfe

Zuerst den Rhabarber putzen und in 3 – 4 cm große Stücke schneiden. Die Schalen könnt ihr ruhig dran lassen, im Prinzip müsst ihr den Rhabarber einfach gut waschen. 

Zusammen mit dem Wasser in einen großen Topf geben, zum Kochen bringen und bei mittlerer Hitze ca. 30 Min weiter kochen lassen. Hin und wieder umrühren. 

Anschließend alles durch ein Sieb abgießen. Am besten legt ihr euch ein dünnes Tuch ins Sieb, so habt ihr später keine Stückchen in eurem Sirup. 

Nun die fertige Flüssigkeit mit dem Zucker, der Zitronensäure oder dem Saft der Zitrone und der Einmachhilfe unter Rühren aufkochen, bis sich der Zucker komplett aufgelöst hat. Vom Herd nehmen und sofort in bereits sterilisierte Flaschen füllen. Zum Schluss die Flaschen etwa 5 Minuten auf den Kopf stellen. 

Warum eigentlich auf den Kopf stellen?

Der Grund hierfür kommt aus einer Zeit, in der die Küchenhygiene nicht immer in dem erforderlichen Maße umgesetzt werden konnte. Die kochend heißen Marmeladen oder Sirupe sollten mögliche Keime abtöten, welche sich besonders am Rand der Gläser und Flaschen oder im inneren der Deckel befinden könnten. Dafür musste die heiße Masse in diese Bereiche gelangen.

Heute ist es nach mehreren unabhängigen Aussagen wohl nicht mehr nötig, da uns die heutige Zeit einen hohen hygienischen Standart ermöglicht. Für mich ist es allerdings ein abschließendes Ritual, welches ich bereits bei meiner Oma und meiner Mama beobachtet habe. Deshalb werde ich es wohl auch in Zukunft machen 🙂

Nun noch ein paar Worte zum Thema Haltbarkeit.

Habt ihr sauber gearbeitet verlängert das natürlich auch eure Haltbarkeit, deshalb ist es wichtig hier auf die Details zu achten. Meine Flaschen säubere ich immer während des Einkochen und sterilisiere sie in kochendem Wasser. Auch die Art wie ihr den Sirup lagert wirkt sich auf die Haltbarkeit aus. Verschlossen an einem dunklen kühlen Ort, angebrochen im Kühlschrank.

Auch ein hoher Zuckeranteil verlängert die Haltbarkeit von eurem Rhabarbersirup. Allerdings ist er mir dann schnell zu süß und auch für die Kinder möchte ich lieber weniger als mehr. Deshalb verwende ich auf 2 kg Rhabarber „nur“ 400 Gramm. Womit wir schon beim letzten Punkt wären.

Warum Einmachhilfe?

Weil ich eben deutlich weniger Zucker verwende. Für meinen Rhabarbersirup habe ich die Einmachhilfe von Dr. Oetker verwendet und davor einmal kurz eine meiner Lieblings Apps nach den Inhaltsstoffen befragt. 

Sorbinsäure, die natürlicherweise in den Früchten der Eberesche/Vogelbeere (Sorbus aucuparia) enthalten ist, hemmt das Wachstum von Hefen, Schimmelpilzen und einigen Bakterien. Sie hat keine keimtötende Wirkung, verlängert also lediglich die Haltbarkeit hygienisch einwandfreier Produkte. Ihre Wirksamkeit ist in saurer Umgebung (pH < 6,5) am größten. Sorbinsäure ist löslich in Fett und Wasser und beeinflusst in den für die Konservierung notwendigen Mengen nicht den Geschmack der Lebensmittel. Sie kann daher vielseitig eingesetzt werden.

(Codecheck, 2004)

 

Nun wünsche ich euch einen gemütlichen Sonntag Abend und viel Spaß beim Einkochen. Habt ihr Fragen, Ergänzungen oder Anregungen dann schreib mir gerne einen Kommentar unter diesen Beitrag.

 

liebste Grüße

ann-kathrin

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