HANDMADE NATUR PUR

Nachhaltig in meiner Küche | Natürlich putzen

Dieses Thema liegt mir schon lange auf dem Herzen. Unseren Alltag, unser Konsumverhalten und generell unser Leben bedachter, ruhiger und überlegter zu gestalten. Runter fahren und sich auf das Wesentliche konzentrieren. Manchmal gar nicht so einfach, denn die Versuchung lauert überall.  Auch wenn ich im Ausmisten schon immer ganz gut war, konnte ich mich doch auch von einigen Dingen nicht trennen, für den Fall wir brauchen sie mal. Allerdings schleppte ich es mit mir rum, jedes Mal wenn ich in den Keller ging, graute mir vor den Massen. Doch der letzte Impuls unseren Hausstand radikal zu minimieren fehlte. Bis wir in den Weihnachtsferien über das Thema Hausbau/Umzug sprachen und schnell feststellten . . . wir hatten keine Lust! Weder uns auf dem Münchner Immobilienmarkt nach etwas Neuem um zu schauen, noch auf Bauen oder einen Umzug! Mal nicht dieses Jahr oder auch nächstes. Nicht jetzt wenn die Kids gerade beide in Kiga und Kita fest integriert sind, nicht jetzt wo wir mit fast allen Baustellen in unserem Heim fertig sind, nicht jetzt wo ich doch eben erst den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt habe. Zack und da war er, der letzte Impuls. Denn umso älter unsere Kids werden, umso mehr Platz brauchen sie und mit unserer Entscheidung hatte sich mein Hintertürchen, dass wir eh bald in etwas größerem Umziehen würde, geschlossen. Was ein Glück, denn noch in der zweiten Ferienwoche ging es los. Ich halbierte unseren Keller, sowie unsere Werkstatt und richtete mir endlich ein richtiges Lager für meinen Shop ein. Ich sags euch, immer noch gehe ich in den Keller oder in mein Lager und meine Brust schwillt beim Anblick der teilweise leeren Regale ein bisschen an. Ein tolles Gefühl! Nun ist wirklich nur noch das da was wir nutzen!

Weiter ging es mit der Küche. Jeden Schrank räumte ich aus und fragte mich wann ich diesen Gegenstand das letzte mal gebraucht hatte, ob ich ihn je brauchen werde und ob es mich glücklich macht, wenn er ein Teil meiner Kücheneinrichtung bleibt. Ein weiterer positiver Aspekt des Ausmisten? Meine Küche wurde mal wieder von oben bis unten komplett gereinigt! Also nicht dass sie je dreckig war 😉

Putz- & Reinigungsmittel. Definitiv ein spannendes Thema wenn es um Nachhaltigkeit geht. Zitronensäure, Natron, Waschnüsse, Essigreiniger. Einige natürlichen Putzmittel nutze ich schon länger, warum nicht einfach alles nach und nach durch nachhaltige Varianten ersetzten? Wenn schon denn schon oder? Und wer schon länger mitliest, weiss dass ich eine Schwäche für DIY, sowie Produkte aus der Natur habe. Den Anfang machte im Januar mein erster selbst gemachter Glasreiniger, der übrigens gründlich in die Hose ging. Denn mein Spiegel, welcher als Versuchsobjekt herhalten musste, sah schlimmer aus als zuvor. Zu diesem Thema gibt es heute also kein Rezept, sondern wohl erst im Februar. Doch entdeckte ich zwei Rezepte, welche ich unbedingt mit euch teilen möchte, denn sie funktionieren ganz hervorragend. Zum einen mein Geschirrspülreiniger und zum anderen meine Allzweckseife | Spüle. Beides in ein paar Minuten fertig und aus unglaublich wenigen Zutaten.

Allzweckseife | Spüli

  • 100 g Kernseife (gerieben)
  • 3 Lieber kochendes Wasser
  • ätherische Öle | optional

Gebe Kernseife und Wasser in einen großen Topf, vermenge alles mit einem Schneebesen und lasse es aufkochen. Unter Rühren, etwa 2-3 Stunden stehen lassen. Bereits nach 1-2 Stunden merkt ihr wie alles zu einer Seifenähnlichen Masse wird. Wenn es zu fest wird, gebt noch etwas Wasser hinzu. Zieht die Seife Fäden, gebt ca. 1 EL Glycerin hinzu, dieses bekommt man in der Apotheke. Die Seife schäumt definitiv weniger als herkömmliches Spüli, hat aber bei richtiger Anwendung die selbe Wirkung. Zum einseifen verwende ich weniger Wasser als bisher. Doch den hohen Wasseranteil in der Seife löst sie sich schneller auf. Wer sich mit Kernseife etwas auskennt weiss, dass sie vielseitig einsetzbar ist. Etwa als Handseife, also Duschgel oder eben als Spüli. Ich habe sie mit etwas Wasser gestreckt und in eine Sprühflasche gefüllt. Wunderbar zum Wischen von Flächen oder ähnliches. 3 Liter Spüli für gerade mal 25 Cent!

Geschirrspülmittel

  • 300g Zitronensäure
  • 300g Soda
  • 300g Natron
  • 125g Spülmaschinensalz

Alles in einem großen Einmachglas vermischen und für jeden Spülgang 1 EL in das hierfür vorgesehene Fach geben.

Glasreiniger

  • 250 ml Wasser
  • 60 ml helle Essigessenz oder Essig
  • 3 Tropfen Geschirrspülmittel
  • evtl. ein – 2 Tropfen Lavendelduft

alles in einen Zerstäuber geben und mit einem sauberen Tuch putzen.

Weiter verbannte ich Zewa komplett aus unserem Haushalt und ersetzte dieses durch kleine Stofftücher aus alten Geschirrtüchern und Mulltüchern meiner Kids. Auch Stoffreste eignen sich hervorragend dafür. Nach 1-2 Tagen einfach zusammen mit der Kochwäsche waschen. That´s it. Gar nicht so schwierig oder?! Einmal begonnen kann ich gar nicht mehr aufhören und bin voller Elan. Ich bin gespannt was sich die kommenden Wochen und Monate noch so tut.

Habt ihr Fragen, Anregungen oder vielleicht sogar selbst schon Erfahrungen zum Thema zero waste | minimal living? Dann schreibt unbedingt einen Kommentar. Ich würde mich sehr auf einen Austausch mit euch zu diesem Thema freuen und natürlich eure Wünsche in meine Beiträge mit auf zu greifen.

liebste Grüße

ann-kathrin

 

Nachtrag: Auf Grund der hohen Nachfrage verlinke ich euch hier nochmal meine verwendeten Produkte

  • Sprüflaschen aus Glas in braun (generell verwende ich am liebsten Braunglas, da der Inhalt hier besser vor Licht geschützt ist. Besonders bei Cremes sinnvoll)
  • Natron & Zitronensäure da der Preis eine Rolle spielt habe ich mich hier für Großpackungen entschieden
  • Kernseife und Soda bekommt ihr zu einem guten Preis in jedem Drogeriemarkt, in vielen Naturläden auch unverpackt
  • Öle kaufe ich ausschließlich bei Primavera oder mache sie selber

 

(verlinkt)

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