MAMA

“SPÄTER” . . . was ist da eigentlich anders?!

SPÄTER . . . wie oft kleine Kinder dieses Wort wohl hören?! Was ist eigentlich “SPÄTER” anders, besser oder schneller? Könnt ihr mir das verraten? Eigentlich ist “JETZT” doch perfekt!

Monika Gruber (übrigens eine meiner liebsten Komödiantin) bringt es auf den Punkt:

„Wahnsinn haben die ein Gottvertrauen“ 

Woher wissen wir eigentlich, dass es ein „Später“ wirklich gibt?! Und wenn es ein Später gibt, haben wir dann nicht eh noch mehr zu erledigen? Und warum haben wir nur immer diesen Drang, alles sofort, perfekt und so wie WIR es wollen zu machen?

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  • Weil wir, gefangen in unserem Alltagstrott, gefangen in irgendwelchen unrealistischen, gesellschaftlichen Ansichtsweisen, gefühlt 1001 Dinge zu erledigen haben!
  • Weil wir arbeiten müssen, damit das Kind zum Ballett gehen kann oder in den Musikunterricht oder ein eigenes Kinderzimmer. Denn was wären wir nur für Eltern wenn wir unseren Kindern keine Freizeitbeschäftigungen ermöglichen?
  • Weil wir das Haus putzen und aufräumen müssen, denn es könnte ja jemand vorbei kommen und was würde das für einen Eindruck hinterlassen.
  • Weil wir noch diesen oder jenen Artikel lesen wollen, denn auch als Mama sollte ich informiert sein.
  • Weil wir gesund und spektakulär kochen müssen, schließlich machen dass ja alle.
  • Weil das Handy klingelt.
  • Weil wir gerade die Wohnung geputzt haben und ich nicht schon wieder von vorne anfangen will.
  • Weil wir nur noch kurz den Satz zu Ende schreiben wollen.
  • Weil wir nur schnell noch was einkaufen müssen.
  • Weil das Kindchen morgen früh sonst nicht rechtzeitig aus dem Bett kommt.
  • Weil alle anderen den Kuchen ja schließlich auch selber backen und nicht einfach einen kaufen.

Was passiert eigentlich wenn wir wirklich mal einfach „locker lassen“? Wer reißt uns wirklich den Kopf ab oder denkt, dass wir unser Leben nicht im Griff haben? Und wenn jemand so denkt, tangiert es mich überhaupt? NEIN!

 

  • Wenn ich also die Wäsche einfach hinter dem Sofa bunkere bis ich dazu komme sie zusammen zu legen, dann weil wir gerade Kakao trinken und dafür sorgen das der Wäscheberg definitiv nicht kleiner wird.
  • Wenn ich also mit völlig kaputten Hausschuhen durch die Wohnung stiefel, dann weil das meinen Kindern egal ist und wir eh viel lieber in den bereits vorhandenen Löchern rum pulen.
  • Wenn ich also mal nicht ans Handy gehe, dann weil wir gerade eine Schaumschlacht in der Badewanne veranstalten.
  • Wenn ich also einen Beitrag oder eine Bestellung ein bisschen später erledige, dann weil ich die komplette Nacht mit einem wachen und erkundungsfreudigen Baby durch die Wohnung spaziert bin und nun wirklich schlafe wenn das Baby schläft.
  • Wenn es zur Kürbissuppe einfach mal Pommer gibt, dann weil das die Gerichte sind, an welche sich Kinder erinnern und nicht der beknackte Brokkoli. Den können sie morgen wieder verschmähen.
  • Wenn wir also mal wieder die komplette Kleenexbox in der Kosmetikabteilung leer machen, dann weil das einfach Spaß macht UND weil die selber schuld sind! Sollen sie die Abschminktücher halt nicht direkt auf Kinderhöhe positionieren. Genau so sehe ich das übrigens mit Ü-Eiern an der Kasse!
  • Wenn das Kindchen also mal wieder zu spät in die Kita kommt, dann weil wir mitten in der Nacht lieber 1 Stunde den Mond betrachtet haben.
  • Wenn wir einfach die Kekskrümel aus den fast leeren Packungen vernaschen, dann weil wir lieber auf den Spielplatz gegangen sind als in den Supermarkt.
  • Wenn ich also nicht immer top informiert bin, dann weil ich mit den Kindern lieber einen Mittagsschlaf gemacht habe.

Im Grunde erzähle ich euch nichts Neues. Im Grunde wissen wir es nur zu gut. Wir wissen, dass unsere Kinder nur einmal Kind sind, dass sie viel zu schnell erwachen werden. Wir wissen wie kostbar das Kuscheln, Schmusen, Batzen und Spielen ist. Kein Mensch kann sich in 10 Jahren daran erinnern ob der Termin schon wieder verschoben wurde, dass das Haus mal nicht geputzt war oder der Kuchen nur ne olle Backmischung. Doch ich frage mich in 10 Jahre vielleicht, warum ich bloß so wenig Zeit hatte.

Manchmal wenn ich Abends ins Bett gehe, dann ärgere ich mich, dass ich heute schon wieder so genervt war oder ungeduldig oder streng und schöre mir es morgen besser zu machen.

Warum hinterfragen wir uns immer gerade in der Weihnachtszeit? Das Jahr geht langsam zu Ende und wir rekapitulieren die vergangenen Monate, schließlich wird es Zeit für gute Vorsätze . . .

Wenn das Töchterchen also Nachts aufwacht und lieber quatschen als schlafen will, dann lege ich mich zu ihr, höre ihr zu und scheiss auf den Film. Der läuft nicht davon, die Kindheit meiner Kinder aber schon wenn ich nicht aufpasse . . .

Habt einen wundervollen 2. Advent und genießt die Zeit mit euren Liebsten, denn sie ist das Kostbarste das wir haben!

merry #rockmas

xoxo

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