MAMA

Mondays 10 | Sorry Freunde wir sind dann mal weg

“Du wir müssen uns unbedingt mal wieder treffen! Kommt doch mal zum Abendessen zu uns. 20:00 Uhr? Die Kinder könnt ihr gerne mitbringen, die können dann ja bei uns im Bett schlafen.”

Ach das hört sich verführerisch an und in der Theorie eigentlich auch easy. Wenn da nicht die Neugierde meiner Kinder wäre. Oder die fürchterliche Autofahrt oder die Tatsache dass dann einer von uns mit im Bett liegen bleiben müsste bis sie eingeschlafen sind, was echt optimistisch ist denn da ist ja die Sache mit der Neugierde oder dass sie dann Nachts hellwach sind, so gegen 03:00 Uhr oder dass am nächsten Tag wieder Kindergarten ist . . . Verkompliziere ich es? Keine Ahnung . . . was soll ich sagen, ich liebe meinen Schlaf und meine Kinder brauche ihn, auch liebe ich es Abends um 22:00 Uhr mit meinen Kindern im Bett zu liegen und abwechselnd rechts und links zu schnuppern. Das sauge ich gerade jede Sekunde in mir auf, ihr wisst doch eh wie schnell die Zeit verfliegt und schwuppdiwupp werden sie flügge. Bis dahin meine lieben kinderlosen Freunde ist es mir eine Ehre euch hier bei uns bewirten zu dürfen oder wir sehen uns am Wochenende oder tagsüber oder ihr nehmt immer nur mit einem von uns Vorlieb oder ihr bekommt jetzt endlich auch selber mal Kinder! Ich sag euch es gibt nichts Schöneres . . . meistens 😉 denn da war das mit der Party im Bett um 03:00 Uhr ;D

Sabine von bineloveslive

“Aktuell sieht es eher so aus, dass sich eigentlich niemand meldet, wenn ich mich nicht melde. Die Freude ist dann doch da. Ich glaube, dass man sich als Mama und Papa auch oft nur einbildet „weg“ zu sein. Die kinderlosen Freunde sind genauso in ihrem Alltag eingebunden wie wir Eltern. Wenn ich zurückdenke, dann weiß ich auch, dass es oft Wochen gab an denen die Arbeit eigentlich immer das Wichtigste war. Freunde habe ich dann beim Yogastudio getroffen – irgendwie hat es sich besser verbunden. Freundschaftspflege – ich glaube, ich bin schlecht in sowas…”

Natalia von simplylovelychaos

“Mittlerweile hat jeder bei uns im Freundeskreis mindestens ein Kind, die meisten sogar drei. Freunde ohne Kinder haben sich diskret von allein verabschiedet. Heute werden die Freundschaften meist bei einem Kaffee am Vormittag gepflegt, wenn die Kinder alle weg sind, oder nachmittags auf Spielplätzen!”

Ramona von mamarazzi

“Nie hätte ich gedacht, dass ein Kind einfach alles ändert. Ja, und mit alles meine ich ALLES. Kinderlose Freunde können das manchmal nicht nachvollziehen und sind irgendwann über alle Berge. Sie sagen, sie bedauern die Freundschaft die verloren gegangen ist. Wir würden uns zu wenig darum kümmern uns regelmäßig zu melden, uns zu treffen und haben nur noch das Kind im Kopf. Ich gebe zu, irgendwo zwischen den schlaflosen Nächten, den Gedanken an volle Windeln, wundem Popo und “was koche ich als nächstes für einen Babybrei”, habe ich manchmal vergessen mich zu fragen oder besser gesagt, sie zu fragen, was meinen kinderlosen gerade machen. Dazu muss ich sagen, für mich ist das erste Jahr mit Kind wirklich nicht einfach gewesen, was viele Mütter bestimmt nachvollziehen können –  Alleinstehende leider oft nicht. Und soll ich euch auch sagen, warum es so anstrengend ist? Es liegt daran, das wir einfach nur die besten Mütter sein möchten. Da ändern sich die Privilegien. Es bleiben Wohl oder Übel die Dinge auf der Strecke die einem früher enorm wichtig waren. Dazu zählen leider auch Freundschaften pflegen, aber auch ganz banale Dinge wie: die eigene Hygiene, der Haushalt, Sport, warmes Essen, Zeit als Paar verbringen, die Karriere und einfach die Zeit für einen selbst, all das steht hinten an. Da kann man leider auch mal vergessen, zurückzurufen oder eine Whats App zu beantworten. Denn die Mutterrolle 24 Stunden am Tag zu managen ist nicht so einfach wie man sich das vorher vorstellt. Erst recht nicht, wenn man keine der Familienangehörigen im nahen  Umkreis hat. Aber das weiß man ohne Kind leider nicht, sich als Freunde dann aus dem Staub zu machen ist dann nicht die feine Art. Leider musste ich aber am eigenen Leib erfahren, dass ganze Cliquen sich verabschieden können, wenn man nicht mehr so entscheidet, wie vor ihr  dem Baby und der Familienzeit auch mal den Vortritt einräumt. Ein großes Dankeschön gilt allerdings an die kinderlosen Freunde, die immer so geduldig mit uns und nicht böse sind, weil wir uns weniger melden oder Verabredungen absagen weil wir einfach nur platt sind. Uns trotzdem noch mögen, auch wenn wir oftmals nur mit einem Ohr zuhören. Manchmal muss man erst selbst ein Kind bekommen, um zu merken wer deine wahren Freunde sind! Schlussendlich sind wir um einige Erfahrungen reicher geworden was Freunde angeht. Und jetzt nach dem ersten turbulenten Jahr mit Kind, merke ich einfach wie entspannt alles geworden ist und das ich nun wieder eine verlässliche, interessierte Freundin sein kann. Aber leider nur für die, die noch an meiner Seite sind.”

Aileen von in my life

“Da fällt mir sofort folgender Spruch ein:”wenn du wissen willst wer deine wahren Freunde sind,bekomme Kinder”  entweder jemand versteht dass das man nicht mehr alles mit machen kann oder nicht! Habe da derzeit eine ganz klare Meinung dazu!!!”

Karolina von karolinajoa

“Freundschaften, ein sehr schwieriges Thema! Die wirklich guten blieben meinem Mann und mir erhalten. Auch viele neue und gleichgesinnte konnten wir finden und in unsere Herzen schließen! Aber viele gingen einfach. Die Interessen gingen nun in andere Richtungen und nach und nach wurde auch der Kontakt weniger, aber so ist es nun mal in verschiedenen Lebensphasen. Leute kommen, Leute gehen.”

Lydia von milotta23

“Ich hab ein tolles Angebot für ein Wochenende in Barcelona gefunden! Wer ist dabei?“ Als die Nachricht in unsere Mädelsgruppe, in der ich die einzige mit Kind bin, geschrieben wurde, kam ich mir im ersten Moment schon etwas verarscht vor! Hallo, Ich hab eine 10 Monate alte Tochter, wie soll ich denn bitte mal eben für ein Wochenende nach Barcelona?! Aber im nächsten Moment hab ich drüber nachgedacht, wie ich mich gefühlt hätte, wenn sie mich nicht gefragt und außen vor gelassen hätten. Es ist schon so, dass ich bei gefühlt 9 von 10 Mal Absage und eben nicht mit um die Häuser ziehe oder spontan das Land verlasse – aber dafür ist dieses eine Mal dann umso besonderer! Ich bin froh, dass meine Freundinnen mich nicht anders behandeln als vorher – mit mehr Verständnis aber nicht anders!”

Christine von nine.loves.art

“Ein schwieriges und leider auch sehr leidvolles Thema. Wir waren im Freundeskreis die ersten, die Kinder bekommen haben und obwohl wir wirklich nicht die typischen Nur-Noch-Eltern sind, ist es logisch, dass sich das Leben für uns geändert hat. Anfangs wurden wir noch ein paar Mal gefragt, am liebsten SPONTAN, ob wir nicht gleich irgendwo essen oder feiern oder was auch immer machen wollten…Sorry, aber das Wort SPONTAN existiert mit kleinen Kindern wirklich nur bedingt. Wenn man keine Familie in der Nähe hat und immer auf einen Babysitter angewiesen ist, ist es gleich doppelt schwierig. Wir mußten erleben, dass sich ein Großteil unseres Freundeskreises geändert hat…klar, sind ein paar Konstanten geblieben, aber viele sind mit der Zeit weggebrochen…die Lebensentwürfe zu verschieden, die Freizeitgestaltung…dafür haben wir wundervolle neue Freunde hinzugewonnen, die aufgrund der Kinder entstanden sind…gleiche Interessen, gleiche Lebensumstände, gleiche Probleme und Schwierigkeiten…auch das gehört zum Leben mit Kindern dazu: nichts ist so stetig wie die Veränderung :)”

Verena von vereyyna

“In unserem Freundeskreis waren wir mit Abstand die ersten mit Kind. Natürlich verändert das Freundschaften – man kann nicht mehr auf jeder Party mit dabei sein, ist nicht mehr jederzeit zum Feiern verfügbar und hat plötzlich auch ganz andere Themen als alle anderen. Die Prioritäten verschieben sich und das hat häufig auch Auswirkungen auf Freundschaften. Die Treffen mit meinen Mädels finden nun eher Nachmittags bei Kaffee und Kuchen zuhause statt und nur noch selten abends bei Wein oder Bier in einem Lokal. Ganz ehrlich wurde unser Freundeskreis auch kleiner seit wir Kinder haben – was ich aber gar nicht schlimm finde. Freundschaften entwickeln sich weiter und so ist es auch bei uns passiert. Dadurch, dass unsere Familienzeit sehr begrenzt ist, versuchen wir die Zeit, die wir gemeinsam haben auch gemeinsam zu verbringen. Wir unternehmen daher gemeinsam als Familie etwas mit Freunden, machen Ausflüge oder laden zum Essen ein – das wir Kinder haben war bisher für niemanden ein Problem. Das funktioniert auch ganz gut, denn unsere Kinder beschäftigen sich durchaus auch mal alleine während wir Erwachsenen uns unterhalten können. Natürlich gibt es dann auch noch die Abende an denen wir auch mal mit Freunden ausgehen – aber die sind inzwischen sehr selten geworden. Zugegeben, auch meine Mädels seh’ ich nicht mehr ganz so oft wie früher – ich bin aber der Meinung, dass eine gute Freundschaft sich nicht dadurch auszeichnet wie oft man sich sieht oder telefoniert, sondern daran wie es ist wenn man sich sieht. Dann muss es sich vertraut anfühlen, wie immer. Ich bin sehr froh, dass ich Menschen um mich hab, bei denen genau das zutrifft! <3”

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