MAMA

“Mondays 10” | Wieviel “Glucke” ist ok?!

 

GLUCKE, die = (bayrisch für) überfürsorgliche Mama

 

10 Monate tragen wir sie unter unserem Herzen. Wir essen gesund, geben besonders gut auf uns acht und versuchen die besten Voraussetzungen, für den Start ins Leben zu schaffen. In dieser Zeit, kamen bei mir schon die ersten gluckenhaften Züge zum Vorschein. Sind die Kleinen dann erstmal da, beginnt eine spannende und aufregende Phase. Die Phase des “Kennen lernen”. Und die Phase des “Abkapseln”.

Mondays10_Glucke

 

Ich wollte mich, in den ersten Monaten, gar nicht von Little J. trennen. Denn ich wollte und musste dieses kleine Wesen erstmal so richtig kennen lernen. Ein Vertrauen aufbauen, um zu lernen, das sie ruhig auch mal kurz ohne mich klar kommt. In dieser Zeit, war ich eine wahre Glucke.

Doch ich glaube Vertrauen, ist wohl die wichtigste Basis für jede Beziehung. Denn wie kann ich mein Kind den Kletterturm selber erklimmen lassen, wenn ich ihr nicht zutraue, das sie es schafft? Oder zu wissen, das sie mich ruft, wenn es nicht klappt? Ich habe uns da alle Zeit der Welt gegeben, um in unserem eigenen Tempo immer selbstständiger zu werden. Das eigene Tempo . . . in wohl allen Situationen ein ganz wichtiger Faktor! Ich glaube gerade am Anfang ist es enorm wichtig, das wir unseren Kindern ein Urvertrauen geben und ein bisschen gluckig sind. Ich glaube, nur mit diesem gegenseitigen Urvertrauen, können unsere Kinder freie, unabhängige, kreative und abenteuerlustige Wesen werden.

Denn wenn du weißt, da gibt es einen, der dich immer wieder auffängt, dir hoch hilft und an dich glaubt, dann kannst du alles schaffen . . .

 

 

Tina von “_mon.coeur_”

Tina_mon.coeur_

“Bin ich eine Glucke? Welche Mutter fragt sich das nicht? Ja, vermutlich bin ich eine. Ich sorge mich sehr um meine Kinder. Kurz nach der Geburt wollte ich sie keine Sekunde aus den Augen lassen. Ständig hatte ich Zweifel, ob sie auch nur kurze Zeit ohne mich überlebensfähig wären. Alles habe ich mit Kind gemacht. Duschen, Toilette, Kochen, Schlafen. Irgendwann musst du aber die Verantwortung, zumindest stundenweise, abgeben. An den Papa, die Oma, den Kindergarten, die Schule. Und ÜBERRASCHUNG! Die Kinder überleben das! Und es geht ihnen gut, sie haben Spaß! Tatsächlich! Ganz ohne dich und deine Fürsorge. Und dann merkst du: Hey, ich bin ja auch noch da. Es gibt ja auch noch die Frau in mir. Und dir wird klar, dass die Kinder sich in dem Moment von dir lösen, indem sie deinen Körper verlassen. Schritt für Schritt in ihr eigenes unabhängiges Leben gehen. Und das ist gut und richtig so. Für deine Kinder. Und auch für dich.”

Claudia von “caui.sofia”

Claudia_caui.sofia

“Sofia darf gerne vieles ausprobieren, sie soll ihre Grenzen kennenlernen. Natürlich lasse ich sie nicht Alles machen, ich weiß ja auch, was ich ihr zutrauen kann und wobei sie sich in Gefahr begibt. Generell denke ich aber, dass es ihren Charakter stärkt, wenn ich sie ihre eigenen Erfahrungen machen lasse. Wir sind viel draußen unterwegs, da lasse ich sie gerne mal alleine spielen und umher laufen und behalte sie aus sicherer Entfernung im Auge. So kann sie in Ruhe alles für sich erkunden, braucht sie Hilfe oder begibt sich in Gefahr bin ich natürlich sofort zur Stelle.”

Anna von “mumlife”

Anna_nana.andben

“Ob ich eine Glucke bin? Irgendwie schon. Ja! Jede Mutter ist – meiner Meinung nach – eine Glucke, auf ihre ganz eigene Art und Weise! Ob ich das schlimm finde? Nein – bis zu einem gewissen Punkt! Jeder Mensch, jede Frau, jede Mutter hat in der Vergangenheit seine/ ihre ganz eigenen Erfahrungen gemacht. Prägende Erfahrungen, vor denen man das eigene Kind möglicherweise schützen möchte. Auch wenn dieser Schutz im Zweifel nicht von allzu langer Dauer sind wird, da auch dieser kleine Mensch seine eigenen Erfahrungen machen will und vor allem auch machen MUSS! … So gibt es jeder Mutter doch ein gutes Gefühl, das eigene Kind im Babyalter wohl behütet zu wissen! Wohl behütet bei ‘Mama’, die vermutlich mit die einzigste ist, die DIE berühmte ‘Nestwärme’ ausstrahlt! Glucke hin oder her, früher oder später wird jedes Kind ‘flügge’ und jede Mutter lernt loszulassen – der einen fällt es leichter, der anderen schwerer. Eines jedoch ist sicher. Mutter und Kind haben bis zu diesem Zeitpunkt eine magische Bindung aufgebaut. Eine Bindung, die kaum zu brechen ist. Und mit dieser Gewissheit wird es wohl auch der ‘größten Glucke’ leichter fallen, das eigene Kind ‘frei’ zu lassen.”

Aileen von “in my life”

Aileen_inmylife

“Wenn ich meine Definition von vor der 1. Schwangerschaft nehme,bin ich eine totale Glucke ! Aus heutigem Standpunkt bin ich eine Mama die nicht auf ihre Kinder verzichten möchte,da sie ganz schnell groß werden, es eine wunderbare Zeit mit den Kindern ist und wir geniessen sie in vollen Zügen.”

Katja von “mamatized”

Katja_Mamatized

“Ich bezeichne mich selbst als Löwenmama. Ich lasse mein Kind all die Sachen machen, die es sich selbst zutraut und wenn es fällt, dann tröste ich, puste das Aua weg und damit fahre ich sehr gut. Greift aber jemand mein Kind an, so wiege ich erst ab, ob sie sich allein wehren kann, wenn nicht, greife ich ein. Ich habe kleinen Jungs schon gesagt, dass meine Tochter genauso schnell/stark/schlau ist wie sie es sind. Für mich ist eine Glucke eine Mama, die ihrem Kind im Weg steht. Eine, die die Entwicklung ihres Kindes ausbremst, weil sie dem Kind nichts zutraut. Eine, die ungeachtet der Situation sofort in einen Streit eingreift und ihr Kind verteidigt, auch wenn dieses den Streit ausgelöst hat. Eine, die anderen Erwachsenen (wie z.B. Lehrern oder Erziehern) Inkompetenz unterstellt, nur weil diese ihr Kind kritisieren. Lass uns doch lieber eine Löwenmama sein, denn Glucken schaden ihrem Kind auf lange Sicht. Wir müssen zulassen, dass unsere Kinder sich mal weh tun, auch damit sie sich selbst besser einschätzen lernen. Aber wehe jemand greift das Selbstbewusstsein deines Kindes an, dann darfst du deine Pranke schwingen!”

Kamila von “fieska”

Kamila_fieska

“Als ich in der Schwangerschaft, wegen vorzeitigen Wehen, im Krankenhaus lag, kam eine Freundin zu mir zu Besuch, welche eine Woche zuvor ihre zweite Tochter zur Welt gebracht hat. Sie kam mit ihrem Mann und ihr kleines Baby ließ sie alleine zu Hause, in der Obhut des Onkels. Ich war völlig entsetzt darüber, dass sie ihr Baby zu Hause gelassen hat. „Mia schläft friedlich und außerdem kann er mich anrufen wenn was ist.“ Sagte sie zu mir ganz ruhig. Ich war sehr überrascht. Damit habe ich nicht gerechnet und machte mir die ganze Zeit darüber Gedanken, wie wohl der Onkel mit der kleinen Mia klar kommt. Nach einer halben Stunde schickte ich sie weg. Sie blieb dabei sehr gelassen und nahm es mir nicht böse. Woran liegt es, dass wir dabei so unterschiedlich sind? Liegt es am Geschlecht, Muttersöhnchen und Papas Töchterchen? Oder an der Geburt und Bonding danach? Oder werden wir beim 2. Kind einfach gelassener?

Sabrina von “prima_bellarina”

Sabrina_prima_bellaria

„Bin ich eine Glucke?“, fragte ich meinen Mann. „Ein bisschen“, antwortete er. „Und warum?“ „Weil du nicht loslassen kannst“, war die kurze und knappe Antwort. Unser Sohn ist 12 Monate alt und ich habe ihn noch nie länger als 4 Stunden an jemanden anderes abgeben, außer natürlich an meinen Mann. Und ansonsten kam da bisher auch nur meine Mama in Frage. In 12 Monaten war ich viermal aus und hatte einen Mama-Papa-Tag (an dem wir für unseren Sohn shoppten). Ich sehe mich überhaupt nicht als Glucke. Eigentlich! Wenn ich unser Kind allerdings nicht bei mir habe oder es nicht bei meinem Mann ist, dann bin ich unruhig. Dann bin ich unentspannt. Dann schaue ich alle zwei Minuten auf mein Handy. Dann drehe ich mich bei jedem Geräusch, was von einem Kind stammt, um. Dann vermisse ich unseren Sohn so furchtbar, dass ich schnellstmöglich wieder zu ihm möchte. Dies empfinde ich als anstrengend und äußerst unangenehm. Und genau in diesem Moment, wenn unser Sohn nicht bei mir ist, nicht in Sichtweite, ich nicht weiß, ob er mich gerade ganz dringend braucht und ich deshalb alle paar Minuten auf mein Handy schaue, dann, ja genau dann bin ich in meinen Augen eine echte Glucke. Und genau aus diesem Grund gebe ich ihn nur ungern ab. Denn sind wir zusammen oder ist er bei meinem Mann, muss ich keine Glucke sein.”

Simone von “pinkpersianunicorn”

Simone_pinkpersianunicorn “Der Aufzug kommt. Die Tür geht auf. Zwei ältere Damen im Rentenalter blicken mich erwartungsvoll an. Ich lächle und rufe: “Ach, Sie fahren hoch? Äh- Ich muss runter!” und warte bis die Tür wieder zugeht. Gerade nochmal gut gegangen. Eigentlich hätte ich auch nach oben gemusst. Aber ich warte noch 2 Minuten. Hauptsache niemand glotzt in den Kinderwagen und schreit: “Ja meiii! (Wir leben in Bayern) Hat der vüll Haaaaar! Wie alt isser denn?” Und dann die ständige Gefahr, dass jemand einfach das Kind anfässt und ich meinen inneren Chuck Norris nicht mehr länger bändigen kann. Das ist die eine Seite. Und dann gibt es Tage, da gebe ich im Restaurant das Kind ohne Bedenken der Bedienung, damit mein Mann und ich in Ruhe essen können. Oder das Baby wird in meiner riesigen Familie von einem zum anderen gereicht und landet erst dann wieder bei mir, wenn es schreit. In jedem von uns steckt eine Glucke. Ich würde es aber eher als “Beschützerinstinkt” bezeichnen und als Mama weiß man, wann die Alarmglocken läuten müssen. Ich versuche grundsätzlich, die Dinge locker zu sehen. Aber manchmal darf ich schon übertreiben, das gönn ich mir. Ist ja auch irgendwie mein Job.”

Tina Marie von “lilli-marleen”

Tina_lilli_marleen

“Steckt nicht von Natur aus in uns allen Mamas eine Glucke?!  – zumindest bei Baby Nr. 1 war dieses Verhalten bei mir extrem ausgeprägt ☺ Das fing schon in der Schwangerschaft an. Bloß kein Gläschen Sekt, nicht mal einen Schluck und wenn neben mir im GARTEN jemand eine Zigarette anzündete, fand ich es unverschämt  wie er meinem Kind damit nur so schaden konnte ☺ und so ging es weiter… während sich Familie & Freunde einfach nur liebevoll auf den neu angekommenen Erdenbürger freuten, machte ich mir nur Gedanken, ob wohl  jeder Hände gewaschen hat (am Besten noch desinfiziert) bevor sie unser Baby angreifen wollten. Wird es wohl richtig gehalten, redet keiner zu laut mit dem kleinen Zwerg. Die Flasche durfte sowieso nur von Mama und Papa gegeben werden und das 1. Mal lies ich unsere kleine Maus nach einem Jahr !!!!  ohne meine Beaufsichtigung bei jemand anderem und das auch nur für höchstens  1-2 Stunden. Schokolade gab es im 1 Jahr ganz streng auch nicht für unsere Kleine. 3,5 Jahre später kam der zweite Sonnenschein in unser Leben und da war auf einmal alles anders ☺ Ich hatte keine Zeit mehr alles wie verrückt auszukochen und zerbrach mir nicht bei jedem Handeln den Kopf, ob es wohl ja zu 200% das Beste und Gesündeste für ihn ist. Ich war froh, wenn mir jemand den Kleinen mal für ein paar Stunden abnahm und ich auch mal Zeit für mich oder was anderes hatte … und warum diese Sinneswandlung, weil ich jetzt weiß, dass das ganze *TamTam* wie bei Baby Nr. 1 völlig übertrieben  war und die Prinzessin sich ohne dieses ganze Trara genauso gut entwickelt hätte und ich ein paar Falten jetzt weniger hätte ☺ Egal wie stark das Gluckenverhalten ausgeprägt ist, meiner Meinung nach, sollte man es nicht übertreiben bei der Fürsorge für unsere Kleinen –denkt doch mal zurück –wie wir aufgewachsen sind, unsere Eltern haben nicht so ein *GschistiGschasti* mit uns gemacht ☺ Fazit: wie immer im Leben – ein gesundes Mittelmaß wäre wohl die beste Lösung.”

Aylin von “babyboy.love”

Aylin_babyboy.love“Gluckenmama ich doch nicht . . .  Schlecht oder Gut?
Ich denke jede Mama trägt ein wenig “Glucke” in sich. Man kann das nicht verleugnen. Das ist Mama Instinkt. Das fängt schon in der Schwangerschaft an und das ist auch gut so. Jede einzelne Frau möchte das Beste das Schönste für Ihr Kind. Aber wo sind die Grenzen?! Wenn ich von mir Spreche war ich ganz am Anfang besonders “fürsorglich”, was auch sehr selbstverständlich war. Erstes Baby, Verantwortung man muss/ es soll alles perfekt machen/sein, das alles schwierte in meinen Gedanken. Das kann ich von mir erzählen. Ich wollte damals meinen kleinen außer dem Papa auf keinen Fall mit anderen teilen Geschweige denn bei der Schwiegermama alleine lassen. Mit der Einbildung es könnte was schreckliches passieren. Im Gegenteil mittlerweile bin ich natürlich froh das Oma und Opa für den kleinen Mann da sind. Wenn ich so weiter gemacht hätte, hätte ich mich und mein Baby verrückt gemacht. Deshalb bin ich jetzt viel gelassener und nehme die Dinge einfach lockerer als zuvor. Und dies äußerst ein zufriedenes glückliches Baby.”

Falls du jetzt auch Lust bekommen hast mit zu machen oder selber Fragen hast die dir schon lange unter den Nägel brennen, dann schreib mir doch einfach an hello@rockmyday.de

Ich freue mich auf deine Email <3

xoxo

 

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2 Comments

  • Reply
    Nanni
    30. Mai 2016 at 9:02

    Hallo,
    sehr interessante Antworten.
    Ich glaube ein gesundes Mittelmaß ist wichtig.
    Ich habe im Februar mein erstes Kind bekommen, habe aber berufsbedingt mit Kindern unterschiedlicher Altersgruppen zu tun.
    Ich glaube auch, dass es sehr wichtig ist die Grundbedürfnisse unseres Kindes zu befriedigen. Das sind gerade am Anfang neben füttern und wickeln vor allem Wärme, Nähe, Vertrauen.
    Ich werde immer wieder gefragt wie es kommt, dass unsere Kleine abends so lieb einschläft, wurde anfangs aber auch als Glucke belächelt, als ich erklärte mit welcher Intensität ich diesen Prozess begleitete (gemeinsam einschlafen, nachts Hand halten, Köpfchen streicheln usw.)
    Ich freue mich, wenn ich mal Zeit für mich habe, bin aber genauso traurig darüber, sie dann nicht bei mir zu haben.
    Ich denke auch, dass es kritisch wird, sobald das Kind dadurch in seiner Entwicklung gebremst wird. Ich hatte so einen Fall leider einmal an der Arbeit und es war sehr, sehr schwer Mutter und Kind (14J.) aus dem Muster heraus zu holen.
    Vielen Dank für diesen tollen Beitrag.
    Liebe Grüße Nanni

    • Ann-Kathrin Stade
      Reply
      Ann-Kathrin Stade
      30. Mai 2016 at 12:49

      Hallo liebe Nanni, vielen lieben Dank für deine Zeilen. Es freut mich immer sehr, zu hören, wenn Mama´s auf ihr Bauchgefühl vertrauen. glg Ann-Kathrin

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