MAMA

“Mondays 10” | Stillen

Es ist Sonntag Abend, ein anstrengendes, aber schönes Wochenende liegt hinter uns und ich bereite die morgige “Mondays 10”-Runde vor. Und wisst ihr was?!?!?! Hier herrscht Gänsehaut-Allarm. Denn anders kann ich meine momentanen Gefühle kaum beschreiben.

“Mondays 10” | Stillen 

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Seit ich Mama bin, habe ich viele Geschichten und Erfahrungen über das “Stillen” gehört. Und auch leider jede Menge Druck, Verzweiflung und Frustration mit erlebt. Denn gerade als Mama, stecken wir unsere Ziele und Erwartungen enorm hoch. Selbstverständlich wollen wir immer das Beste für unsere Kleinen, allein deshalb setzten wir uns bisweilen enorm unter Druck. Doch auch die Gesellschaft, veraltete Denkweisen oder Unsicherheit, führen dazu, das wir vergessen, auf unser Bauchgefühl – unseren Mutterinstinkt zu hören! Denn ich glaube neben Liebe, Fürsorge und Geduld, gibt es noch den einen, umgeheim wichtigen Faktor . . . eine glückliche und entspannte Mama!

Deshalb freue ich mich besonders über folgende Zeilen und bin beeindruckt über diese ehrlichen Worte, begeistert über diese 10 liebevolle und verständnisvolle Mama´s und glücklich das die heutige Mama-Generation jede Menge Mut, Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein besitzt und bereit ist diese auch zu teilen!

 

 

Katja von “Mamatized”

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“Ganz am Anfang, da war das Stillen nur eine Notwendigkeit. Umgeben vom Kredo, dass Stillen das Non-Plus-Ultra ist, gab ich meinem Baby die Brust und vermisste das Gefühl, das mir vorher als das Beste der Welt beschrieben wurde. Mein Mädchen schmatzte und ich empfand das als frech. Lange war ich mir sicher, ich würde nach 6 Monaten (also nach der empfohlenen Zeit) abstillen. Das Stillen ist wie eine Liebesbeziehung ohne Verliebtsein. Du gibst dir große Mühe und kämpfst, dass alles funktioniert. Manchmal gelingt es, manchmal kämpfst du gegen Windmühlen und wirst aufgeben (müssen), bevor du dich zurücklehnen kannst und geniessen kannst, dass dein Körper von ganz allein dein Baby nährt. Dann ist das Stillen auf einmal so wunderschön. Du kannst deinem Kind den Schmerz lindern, ihm Trost geben und auch ein Stückchen fehlenden Mut geben. Wenn du gerade zweifelst, ob du dein Kind stillen solltest, dann kann ich dir nur sagen, es lohnt sich, es zumindest zu versuchen!”

Anna von “Mumlife”

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“Stillen! Fluch oder Segen? – Für mich persönlich ein Geschenk. Eines der größten Geschenke! Von Mutter Natur. An mich und mein Baby, dem ich mit dem Stillen ALLES – und damit meine ich nicht nur die lebensnotwendigen Nährstoffe – geben kann. Vor allem aber ist es die Liebe, die durch diese Verbindung nur eine Mutter und ihr Kind erfahren können. Eine Liebe, die für viele Mütter jedoch auch Schmerz und Trauer bedeutet – auch wenn sie dies nicht thematisieren! Nicht stillen können oder wollen ist auch heute, im 21. Jahrhundert, noch ein Tabuthema. Leider. Denn auch als überzeugte Still- Befürworterin plädiere ich für Toleranz. Mehr Toleranz unter Müttern. So könnte durch Akzeptanz vielen Frauen die Unsicherheit genommen und somit bereits eine der häufigsten Ursachen des ‘Still- Kampfes’ minimiert und wenn nicht sogar ganz aus dem Weg geräumt werden!”

Caro von “laleju.berlin”

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“2012 kam mein Sohn zur Welt. Ich war vor Anfang an fest entschlossen, dass ich stillen möchte. Der Start war dann völlig unerwartet eine reine Katastrophe! Ich hatte oft gehört, wie schrecklich eine Geburt ist, wie schmerzhaft und traumatisch. Wie schwer ein Stillstart sein kann, erwähnte nie jemand. Nach einer Traumgeburt folgte dann also das große Drama. 7 Tage Kampf und Quälerei, bis ich schließlich einen fetten Milchstau hatte und mein Sohn dehydriert war. Krankenhaus! ITS! Aber es gab ein Happy End! Nach nur 3 Tagen durften wir nach Hause und dank Stillhütchen klappte das Stillen von dort an super. Diese Dinger waren Fluch und Segen zugleich. Ich fühlte mich behindert, das ständige Abkochen nervte, die Panik wenn man das Teil vergessen hatte war unbeschreiblich… Und doch waren sie ein Geschenk. Ich habe 11 Monate damit gestillt, dann stillte Levi sich selbst ab. Nach dem ersten Milchstau folgten übrigens noch 6 weitere,. Mit jedem weiteren wurde ich Profi! Wärmen, massieren, ausstreichen, Quark, Kohl Retterspitz, kühlen, alles im 2 Stunden Takt… Einer war sogar ganz fies mit Fieber und Notarzteinsatz. Und dennoch habe ich keine Sekunde bereut. Ich wollte es unbedingt. Ich habe diese Nähe so sehr genossen. 2015 wurde dann unsere Tochter geboren. Ich hatte natürlich große Bedenken, wie das Stillen laufen würde. Und was soll ich sagen? Meine Hebamme legte sie mir sofort an die Brust und das Baby saugte, als hätte sie nie etwas anderes getan. Heute ist Juna 8 Monate alt und wir stillen noch viel. Wenn ich einen Rat mit auf den Weg geben sollte, wäre es auf jeden Fall, sich eine gute Hebamme zu suchen und gegebenenfalls eine Stillberaterin und sich selbst darüber im Klaren zu sein, wo die eigenen Grenzen liegen. Stillmamis sind keine besseren Mamis und doch lohnt es sich, nicht aus Angst vor dem Scheitern darauf zu verzichten.”

 

Sabine von “bineloveslife”

Sabine_bineloveslife

“Stillen ist für mich die innigste und auch wichtigste Beziehung zwischen mir und meinen Kind gewesen. Stillen ist zeitlos, drucklos und vor allem einzigartige Liebe. Stillen ist Loslassen und Vertrauen geben in einem. Ich freue mich für jede Mutter, die auch Stillen kann und somit für jedes Baby, das gestillt wird. Mir ist es jedoch auch wichtig zu sagen, dass wer nicht Stillen kann, dies nie falsch macht. Nicht jeder kann Stillen und Liebe zwischen Mutter und Kind wachsen auch. Anders. Meine Liebe wächst genauso anders wie die Liebe einer anderer stillenden Mutter. Dass Stillen heutzutage in einigen Ländern ein Tabuthema ist, kann ich leider nicht verstehen, denn es ist eines der natürlichsten und schönsten Möglichkeiten körperliche Nähe mit seinem Baby zu haben die es gibt. Stillen ist auch Beruhigung – für mich genau wie für mein Kind. Eine erhabene und einzigartige Ruhe, die in den Alltag einkehrt. Jetzt nach knapp 2 Jahren habe ich mit dem Stillen aufhören müssen, da ich gesundheitlich länger Antibiotika nehmen musste und es sich somit perfekt zum Abstillen angeboten hat. Mehr dazu bald.”

Lydia von “l.hennecke90”

Lydia_l.hennecke90

“Tag drei nach dem Kaiserschnitt – der Höhepunkt des Gefühlschaos war erreicht. Dann der Milcheinschuss. Meine Brüste spannten, taten weh und sahen echt furchteinflössend groß aus. Und meine Tochter? Sie schlief und lies sich auch durch nichts und niemanden zum Trinken animieren. Sie wollte nicht trinken. Wollte nichts von mir – so ein furchtbares Gefühl. Nach einigen Stunden spannten und schmerzten meine Brüste so sehr, dass die Milchpumpe zum Einsatz kam. So wie die Milch, strömten auch die Tränen aus mir heraus. Das wars dann jetzt also? Erst keine natürliche Geburt und dann soll uns auch noch das Stillen vergönnt sein? Nein! Wir brauchten einfach etwas Zeit, viel Ruhe und Geduld mit uns. Jetzt läuft´s!”

Isabelle von “Mini & Stil”

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“Bevor ich ein Kind hatte, war stillen für mich etwas ganz Seltsames. Neben stillenden Mamas fühlte ich mich unwohl. Und ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ich mein Kind einmal auf diese Weise ernähren würde. Mit der Schwangerschaft – und den Hormonen – änderte sich diese Einstellung von heute auf morgen. Ich wollte unbedingt stillen! Nach der Geburt wollte es allerdings nicht sofort klappen. Erst mit der Hilfe einer Stillberaterin und ganz viel Durchhaltewillen funktionierte das Stillen schlussendlich einwandfrei. Ich genoss die Nähe und empfand es als das Normalste und Natürlichste der Welt. Nicht einmal das Stillen in der Öffentlichkeit machte mir mehr was aus. Mit der Zeit konnte ich es mir ohne gar nicht mehr vorstellen. Und so stillten wir fast ein Jahr. Es war eine schöne Zeit!”

Lydia von “peschkart”

Lydia_peschkat

“Es zielt nicht im Geringsten darauf hinaus zu behaupten, dass eine Mutter-Kind-Bindung oder die Liebe einer Mutter zu ihrem Kind weniger ausgeprägt ist, wenn Sie nicht gestillt hat. Denn Gott weiss, welche Gegebenheiten dazu geführt haben. Ich selber weiss es aus eigener Erfahrung, dass es unter Umständen sehr schwierig sein kann – trotz bedingungslosem Willen – zu stillen. Fehlender Milcheinschuss, wiederkehrende Brustentzündungen und die Not dem Kind Beikost zu geben, weil es ein sogenanntes Spuckkind ist. Aber der Moment an dem wir ungestört nur Wir sein konnten, wenn ich meine Kinder an mir hatte und wir uns in die Augen sahen, war geprägt durch das Gefühl der bedingungslosen und unendlichen Liebe, welcher im Augenblick der völligen Intimität dieses bewusst machte. Es sei gesagt, dass ich meine Kinder mal besser mal weniger stillen konnte, dennoch liebe ich beide gleichermaßen! Meine Tochter fragte mich mal, wie denn die Milch in die Brust kommt. Ich erklärte es ihr. Daraufhin fragte sie, wieso man denn nicht einfach die Brust mit einer Milchflasche auffüllen könne. Ich sagte ihr, dass die wichtigste Zutat dann fehle. Liebe.”

Ramona von “rosamonalu”

Ramona_rosamonalu

“Ja ich stille noch!!! Nur weil die WHO empfiehlt, bis mindestens zum 6. Monat zu stillen, heißt es nicht das man nach dem 6. Monat abstillen muss! Außerdem ist Abstillen ebenso eine Herausforderung wie das Stillen. Oft bekomme ich zu hören „wie du stillst doch!“ Wie alt ist Kian nochmal? Ja er ist schon 7 Monate, aber ungewöhnlich ist das doch nicht! Abstillen brauch seine Zeit. Kian war erst mit 6 Monaten soweit, das wir mit Beikost anfangen konnten. Vorher hat ihn Essen überhaupt nicht interessiert. Jedes Kind ist anders, sagt man so schön! Es wird auch noch eine ganze Weile dauern, bis ich komplett abgestillt habe. Wir fangen jetzt langsam mit der zweiten Breimahlzeit an. Ihm schmeckt der Brei, nur meinen Brüsten ging es wohl alles ein bisschen zu schnell. Ich habe ständig mit Milchstau zu kämpfen. Aber so langsam wird es, die Milch wird weniger. Dazu kommt noch das Kian wie alle anderen auch in der Phase des Zahnes steckt. Ich wüsste manchmal gar nicht wie ich ihn beruhigen kann. Oftmals geht das nur an der Brust. Genauso wie es manchmal das Einschlafen betrifft. Und wenn es bis zu einem Jahr dauert, dann ist es halt so!”

Anna von “mylittlelooove”

Anna_mylittlelooove

“Für mich kam gar nichts anderes in Frage, als meinen kleinen Sohn von Anfang an zu stillen. Gott sei Dank, hat Mutter Natur mich auch nach den ersten harten Tagen – mein Mann musste Nachts zur Notapotheke, weil ich in der ersten Zeit so entzündete Brustwarzen hatte, dass ich beim Stillen weinen musste und gedacht hatte: „so dann muss Carlos jetzt eben auf Flaschennahrung umsteigen“ – belohnt. Es war eine wunderschöne, intime Zeit zwischen meinem Baby und mir. Dieser kleine Mensch sah mich dabei mit seinen großen Augen an oder schlief direkt beim Stillen an mir ein. Ich weinte vor Rührung und voller unendlicher Liebe und konnte immer noch nicht glauben, dass dieses Menschlein in mir war. Ich war jetzt Mama. Einen kleinen Wermutstropfen hat das ganze dann doch für mich gehabt. Nachts kam er alle 1-2 Stunden und ich war nach kürzester Zeit einfach total erschöpft, müde und ausgelaugt und beschloss 6 Monate voll zu stillen und danach auf die Flasche umzusteigen. Diese letzte Zeit konnte für mich damals gar nicht schnell genug vergehen, denn jede Mama weiss, wie Schlafentzug dich verändern kann und dich zum Zombie macht. Heute ärgere ich mich manchmal über mich selbst. Hätte ich nicht länger durchhalten sollen, bin ich dadurch eine schlechtere Mutter, weil ich so egoistisch war? Wenn ich dann aber diesen kleinen Sonnenschein sehe, super entwickelt, strahlend, dann weiss ich, das Leben ist gerecht und er nimmt’s mir nicht krumm, hoffentlich.”

Melanie von “melanie_nis”

Melanie_melanie_nis

“Für mich war von vornherein klar, dass ich mein Kind stillen will. Das hat zum Glück auch ohne Probleme geklappt. Schon nach ein paar Minuten in dieser Welt, hat Amelie direkt drauflos genuckelt und wollte gar nicht mehr aufhören. Mittlerweile ist sie 16 Monate alt und würde sich am liebsten immer noch nuckelnd ernähren. Aber dazu mehr, wenn hier abstillen Thema ist. Auch wenn es manchmal anstrengend ist, weil man das Stillen nicht mal schnell an den Papa abgeben kann oder das Baby am Anfang alle zwei Stunden Hunger hat, würde ich mich jeder Zeit wieder dafür entscheiden – weil es einfach schön ist. Man ist immer flexibel, nimmt sich intensiv Zeit füreinander, entschleunigt, ist sich ganz nah und schläft manchmal sogar vor lauter Entspannung zusammen ein.”

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