MAMA

Mondays 10 | Natur oder Chemie

Kaum färben sich die Blätter im Herbst rot, machen es Ihnen unendlich viele Kindernasen gleich . . . und hören meist erst im Laufe des Mai wieder damit auf. Fieber, Husten, Bronchitis, Pseudokrupp, Ohren- oder Augenentzündung . . . die Liste ist lang und irgendwas nimmt jede Familie in der kalten Jahreszeit mit. So unterschiedlich die Kinder mit dem Kranksein umgehen, so unterschiedlich sind auch die Behandlungsmethoden der Eltern.

Es gibt Ärzte die greifen gleich zu den starken Mitteln, andere probieren es erstmal auf die sanfte Methode. Auch sind wir Mamas gerade bei den Erstgeborenen meist noch sehr unsicher. Da fährt man auch schonmal Nachts um drei  wegen einer “Überdosis” Säuglingstropfen in die Notaufnahme.

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Ihr seht schon, die Behandlung unserer Kleinen ist ein sehr komplexes und individuelles Thema, weshalb ich einfach eine “MONDAYS 10” Runde daraus machen musste!

Deshalb viel Spaß beim Lesen und bleibt gesund!

Zäpfchen, Fiebersaft oder doch lieber erstmal Globulis?

Wo ist „Natur“ gut und ab wann muss auch mal was „Gscheites“ her?

Ina von “elze.und.ich”

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“Bei uns ist es eine gute Mischung aus Homöopathie und klassischer Schulmedizin, mit dem Schwerpunkt ein wenig auf der homöopathischen Basis. Seien es Globulis, Schüssler Salze oder andere Hausmittelchen. Bei uns ‘Großen’, als auch bei der Kleinen und wir fahren damit bisher ganz gut. Wir haben uns auch bewusst für einen Kinderarzt entschieden, der sich auf die Homöopathie spezialisiert hat und ich finde es immer wieder bewundernswert, was so kleine Kügelchen alles leisten können! Was aber nicht heisst, dass wir auch schon mal ‘zu härteren Mittel’ gegriffen haben. Um ein Beispiel zu nennen: der Pseudokrupp, als Elly ca 9 Monate alt war. Da habe ich ehrlich gesagt nicht lange überlegt und ihr gleich ein Cortisonzäpfchen gegeben. Und auch den Kinderarzt um Ersatzzäpfchen gebeten und sie sofort bekommen. Auch wenn es sich um Entzündungen handeln würde, wie z.B. eine Mittelohrentzündung, begleitend mit starken Schmerzen etc., dann würde ich eher zur Schulmedizin tendieren. Aber das mus jede Mama oder jede Familie für sich selber abwägen, vielleicht auch ein wenig nach dem eigenen Bauchgefühl gehen, in welche Richtung man tendiert.”

Aileen von “in my life”

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“Glaube versetzt Berge…daher sind bei uns auch Globulis in Gebrauch. Ich drücke mich vor allem vor Antibiotikum und versuche erst alle anderen Mittel. Aber wenn das Ohr dann eitert und die Mittelohrentzündung ausgebrochen ist, hilft nur noch eines…Solange man die Kinder nicht zu sehr quält, wehre ich mich gegen zu viele Schmerzmittel und die liebe Schulmedizin. Oft hat das Fiebern ja auch einen Grund und bekämpft eine anstehende Erkrankung. Man muss es von Fall zu Fall entscheiden und schauen wie hoch der Leidensdruck für ALLE (Kinder und Eltern) ist.”

Anna von “Mumlife”

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“Die Schulmedizin. Sie hat durchaus ihre Berechtigung – dies steht absolut nicht zur Debatte! Sie rettet Leben. So auch das meiner Mama, im letzten Herbst – DANKE. Doch ist die Schulmedizin auch das richtige Mittel für die Kleinsten der Kleinen? Meiner ganz persönlichen Meinung nach, nein! Die Entscheidung, das Krankenhaus nur kurz nach Ben’s Geburt wieder zu verlassen (Das Geburtshaus hatte leider ‘Ferien’), trafen mein Mann und ich genauso bewusst wie die Entscheidung, einen anthroposophischen Kinderarzt aufzusuchen und mit der ersten Impfung mindestens ein Jahr zu warten. Sicher bin ich mir bewusst, dass wir uns überaus glücklich schätzen können, ein gesundes Kind zu haben und es viele Eltern gibt, denen dieses Glück leider nicht vergönnt ist und dass all deren Hoffnungen in der Schulmedizin liegen, dennoch bin ich davon überzeugt, dass man das Immunsystem eines gesunden kleinen Menschen gewähren und sich entwickeln lassen muss. Dies ist auch der Grund, weshalb wir in erster Linie auf ‘Hausmittelchen’ und Homöopathie vertrauen und uns erst zu guter Letzt der ‘gängigen’ Medizin bedienen. Und toi, toi, toi, bis dato waren wir mit diesem Behandlungsansatz sehr erfolgreich. Letztendlich steht jedoch, entgegen aller guten Tipps, die man als Eltern von außen erhält, das eigene ‘gute’ Gefühl, auf das man immer hören sollte (!!!), an erster Stelle, denn für jede Mutter und jeden Vater ist nichts wichtiger, als: “Für mein Kind natürlich nur das Allerbeste“. Und sollte das Allerbeste, der Situation angepasst, beispielsweise das Paracetamol-Zäpfchen statt den Belladonna-Globuli sein, dann ist es dies auch!”

Vanessa von “itsallaboutlittlenick”

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“Gesundheit und Krankheit sind so wichtige und persönliche Themen. Jeder muss seinen Weg finden. Hier ist unserer: Im Gegensatz zu den meisten Familien in unserem Umfeld sind wir bisher ohne Osteopathen, Globuli und andere alternativmedizinische Methoden ausgekommen. Ich persönlich schwöre so lange es geht auf viel Schlaf und frische Luft, ausgewogene Ernährung, eine gesunde Portion Schmutz beim Spielen, viel Lachen, kuscheln und generell ganz viel Liebe und Schleimhäute feucht halten. Das reicht meistens um möglichst gesund zu bleiben und leichte Erkältungen gut zu überstehen. Wenn uns doch eine ernstere Krankheit erwischt, oder wenn Nick mit seinen Zähnen wirklich leidet, dann bin ich froh, dass es die Schulmedizin gibt und gebe auch mal Paracetamol.”

Christine von “nine.loves.art”

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“Jetzt werde ich hier bestimmt gesteinigt, aber ich glaube nur bedingt an Globuli und für Hausrezepte fehlt mir meistens die Zeit und die Muße. Wenn die Kinder Fieber haben, gibts Fiebersaft oder bei der Kleinen auch mal ein Zäpfchen. Wenn sie Schnupfen haben, bekommen sie Nachts abschwellende Nasentropfen und bei Bronchitis liegt der AeroChamber bereit…versteht mich nicht falsch, auch wir verwenden Meerwassernasenspray, inhalieren mit dem Pariboy und haben eine ganze Schublade von Globuli im Haus. Aber ich fackel nicht lange:Wenn es den Kindern schlecht geht, sie Nachts keine Luft bekommen oder nur noch krank rumliegen, dann bin ich ein großer Freund der Schulmedizin. Warum lange warten? Ich will, dass es den Kindern schnell besser geht und – da bin ich egoistisch – ich auch nicht ein paar Nächte mit Wadenwickeln und Pariboy in der Hand neben den Kindern verbringen muß.”

Sabine von “bineloveslive”

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“Anfangs versuche ich immer erst viel Schlaf und glaube auch an die Kraft der „schnellverwertbaren Kohlenhydrate“ (aka Zucker) – wie zum Beispiel Kakao oder süße Speisen. Vieles an „Kränklichkeiten“ vergeht ja bei den Kleinen auch so schnell, dass es sich nicht lohnt sofort wirklich die „Chemiebombe“ raushzuholen. Sobald sich jedoch Fieber einschleicht, wird bei uns recht schnell, also nach einem halben Tag schon mit Fieberzäpfchen/Fiebersaft gearbeitet. Ich weiß, dass Fieber bei Kindern auch mal schnell extrem hoch gehen kann und dass es dann auch genauso schnell wieder verflogen ist. Sollten die Maßnahmen mit Kühlung der Extremitäten (vor allem der Beine) nicht nach einem halben Tag funktionieren, möchte ich immer, dass die Nacht für Junior noch erholsam wird. Ja, in der Nacht erholt und regeneriert sich der Körper am besten – auch bei uns Erwachsenen und daher greife ich dann doch für die Nacht zu fiebersenkenden Medikamenten.”

Natalia von “simplylovelychaos”

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“Wir Mamas haben meist schon sehr früh raus, wenn das Kind etwas ausbrütet. Ob ich etwas gebe damit das Fieber sinkt, oder der Husten sich löst, entscheide ich immer nach dem Zustand des Kindes. Als ersten Schritt haben Globuli und Hausmittel, wie Zwiebelwickel, Wärmflasche oder Inhalation immer Vorrang bei uns. Wenn das Kind spielt und recht fit wirkt und sich die ersten Anzeichen der Erkrankung nicht verschlimmern, bleibe ich auch dabei.  Bekommt das Kind aber hohes Fieber, wird ganz schlapp oder verweigert sein Trinken, dann gibt es immer ein vernünftiges Fiebermittel und ab zum Arzt!!!”

Jennifer von “herzmelodiee”

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“Ich gehöre definitiv zur Fraktion Globuli vor Fiebersaft. Von Anfang an haben wir versucht Erkältungen, Bauchweh, Zahnschmerzen sowie kleine Erkrankung mit Globulis zu bekämpfen. Wir haben uns nach der Geburt von Liam für die Globulis aus der Plazenta entschieden und nutzen Sie bis heute. Bis jetzt fahren wir damit super, zähne haben wir ohne viele schlaflose Nächte überstanden, Erkältungen ebenso. Was ich aber nie machen würde, mein Kind mit 40 Grad Fieber ohne Medikamente hinzulegen da hört bei mir die Heilnatur auf. Trotzdem verurteile ich niemanden der eher ein Zäpfchen gibt oder zum Schmerzsaft greift, ich denke jede Mama hat dort den richtigen Weg gefunden, wir den Weg der Heilnatur so gut es geht und die Gesundheit es zu lässt.”

Steffi „Blogleserin“

Marion

“Ich halte nicht viel von natürlichen Heilmethoden. Für was gibt es schließlich die Schulmedizin?! Ich weiß das jetzt sicher viele Mamas entsetzt die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, aber das ist meine Meinung. Ich habe einen sehr strengen Chef und bin von meiner Arbeitsstelle abhängig. Bei 38° gibts für den Sohnemann schonmal ein Fieberzäpfchen und dann gehts in die Kita. Ich fühle mich hier manchmal in die Ecke gedrängt, denn wie soll ich es sonst machen? Ich habe keine Großeltern hier, die mich unterstützen und die 10 Tage im Jahr für das kranke Kind sind manchmal schon im Februar aufgebraucht. Vielleicht würde ich es auf die „sanfte Methode“ versuchen, wenn ich es mir leisten könnte.”

 

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3 Comments

  • Reply
    Deborah Shkodra
    21. November 2016 at 14:36

    so spannend all diese Ansätze zu lesen :)! Coole Idee von dir das so zu gestalten 🙂 !

    • Ann-Kathrin Stade
      Reply
      Ann-Kathrin Stade
      22. November 2016 at 12:01

      vielen dank! freut mich sehr das es dir gefällt 😀

  • Reply
    Juli
    26. November 2016 at 18:59

    Viele interessante Meinungen 🙂 Ich persönlich “glaube” (und ja, ich denke, hier geht´s nur ums “Glauben”) nicht an Homöopathie…..ich denke da immer gern an eine Freundin, die mir mal sagte “Sobald wir merken, unser Sohn bekommt eine Erkältung, geben wir ihm Globuli. Nach sieben Tagen war sie weg!” ….. 😉

    Liebste Grüße!

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