MAMA

“Mondays 10” | Abstillen

Tja Mädels, irgendwann musste es ja so kommen. Es ist Zeit zum Abstillen. Und so schön diese ganz besondere Beziehung zwischen Mama & Kind auch ist, so muss sie halt irgendwann zu Ende sein. Denn das Abkapseln ist ein ganz natürlicher Prozess, welcher ja bereits direkt nach der Geburt beginnt. Ja und uns Mama´s tut die wiedergewonnene Freiheit über Körper und Zeit so richtig gut. Aber auch die Kleinen profitieren von ihrer immer mehr werdenden Unabhängigkeit . . .

 

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(Fotograph: Michael Pfitzner)

Selbstverständlich lasse ich euch mit dieser Situation nicht allein. Denn es schmerzt und den meisten Fällen doch sehr. Und das es von ganz allein passiert ist halt auch nicht immer die Regel. Deshalb habe ich heute wieder 10 ganz besondere Mama´s, die uns Einblick in ihre ganz persönliche Abstillt-Geschichte geben . . .

Melanie von “_m.el.a.n.ie_”

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“Ich stille gerne und schon lange. Als meine Tochter 6 Monate alt war, hab ich zum ersten Mal übers Abstillen nachgedacht. Auch jetzt wo sie 16 Monate alt ist, habe ich mit dem Stillen grundsätzlich kein Problem. Aber durchs Stillen wird man schon sehr an sein Kind gebunden. Das ist einerseits schön, manchmal aber auch nervig. Wenn Amelie nachts aufwacht oder gerade eine schwierige Phase durchmacht, können nur ich und das Stillen sie beruhigen. Papa und das Fläschchen haben keine Chance. Außerdem fehlt mir der Wein. Ich vermisse es, ohne darüber nachzudenken ob ich noch stillbereit sein muss, mit Freunden gemütlich ein paar Gläschen Wein zu trinken. Ich habe immer gehofft, dass sich auch mein Kind auf wundersame Weise alleine abstillt – Soll es ja geben. Mittlerweile habe ich schon mehrere Abstillversuche gewagt. Mit 13 Monaten waren wir fast stillfrei, aber dann kamen die bösen Backenzähne und Amelie wollte fast nix essen und auch kein Fläschchen. Also sind wir zum Stillen zurückgekehrt. Vielleicht müsste ich konsequenter sein und sie einfach mal ein paar Tage auf Entzug setzen. Aber insgeheim mag auch ich das gemütliche Stillen am Abend. Darum werde ich es wohl noch ein paar Monate aushalten. Aber spätestens mit 18 Monaten ist dann endgültig Schluss. Hoffentlich.”

Anne von “acupofmilk”

Anne_acupofmilk

“Unser Baby kam knapp dreieinhalb Wochen zu früh auf die Welt. Das Stillen klappte gut, allerdings war die Kleine, laut der Hebammen noch etwas zu schwach zum saugen. Sie schlief während des Stillens immer sehr schnell ein, und so wurde mir geraten, zusätzlich das Fläschchen zu geben. Ich pumpte also ab und nach dem Stillen bekam sie immer noch die Flasche mit abgepumpter Muttermilch. So war ich beruhigt; ich wusste sicher, dass mein Baby satt wird. Saugverwirrung gab’s nie, sie fand sowohl Flasche als auch Brust toll. 😀 Als das Baby dann überwiegend am Tisch mitaß,  versuchte ich sie abzustillen. Sie bekam zu der Zeit noch das Abendfläschen und wurde Nachts einmal gestillt. Ich zog also für eine Nacht aus dem Familienbett aus und es klappte bereits in dieser ersten Nacht, wo Papa ihr ein Fläschchen bereitete. Hätte mein Baby nach mir geweint, hätte ich wohl noch eine Weile weiter gestillt. Wir waren beide zufrieden, das Baby schlief eine Weile später auch durch und bekam somit nur noch die Abendflasche. ;)”

Katja von “mamatized”

Katja_Mamatized

“„Machen Sie’s doch einfach“ – Da saß ich nun beim Frauenarzt, rund 13 Monate nach Geburt meiner Tochter in der Hoffnung er würde mir die Zauberpille verschreiben, die mir helfen würde abzustillen. „Einfach machen?“ stotterte ich, woraufhin er mir erklärte, dass ich schon mehr als ein Großteil aller Frauen in Deutschland gestillt hätte und es in Ordnung sei abzustillen. Aber das war ja gar nicht meine Angst. Ich hatte keine Angst, dass meine Tochter ihre Bindung zu mir verlieren würde, denn in den vergangenen 13 Monaten hatte sie schon sehr deutlich gemacht, dass ich auf Platz 1 ihres Liebesrankings stehe und das konnte nicht nur an meinen Brüsten liegen. Ich hatte Angst davor, dass sie nicht mehr einschlafen könnte, davor, dass sie schreien würde und ich nichts dagegen tun könnte und davor, dass sie es nicht akzeptieren würde, nicht mehr gestillt zu werden.  Bei meinem Arzt klang es so herrlich einfach, dass ich noch am selben Tag abstillte. Ich tauschte Brust gegen Fläschchen mit Wasser aus, ließ sie trotzdem auf meinem Arm einschlafen und in jener Nacht suchte sie meine Nähe, aber nicht meine Brust. Es gab keinen Kampf, und auch kein Geschrei. Ich war einfach für sie da, so wie ich die 13 Monate zuvor auch da gewesen war, bloß mit dem kleinen Unterschied, dass es Wasser statt Milch gab.”

Sabrina von “prima_bellarina”

Sabrina_prima_bellaria

“Und stillst du noch? Nach dem anfänglichen, anerkennenden, nickendem „Oh wow, du stillst (noch)“ wurde nach und nach ein mit hoch gezogenen Augenbrauen, kritisch hinterfragendes „Du stillst noch?“. Ja, ich stille noch. Unser Sohn ist 13 Monate und ich stille noch und ich bin stolz darauf. Meistens jedenfalls. Ich habe mir aufgrund  der Kritik aus dem Umfeld wirklich bereits vor Monaten den Kopf zerbrochen. Ich habe mir wirklich kurz einreden lassen, wir haben hier etwas nicht im Griff. Ich habe angefangen mich wahnsinnig unter Druck zu setzen und dadurch auch unseren Kleinen Mann und ihn krampfhaft versucht von der Brust weg zu bekommen. Folge war ein schreiendes, unausgeglichenes Baby, was natürlich auch zu einer fertigen, unausgeglichenen Mama führte. Ich war am Ende und ging in mich und hörte zum Glück schnell wieder auf mein Mama-Gefühl und meinen Sohn. Ich fragte mich „Moment mal, warum willst du aufhören mit Stillen? Möchtest du das?“ Und mir wurde klar, nein, ich möchte das nicht, die anderen wollen das. Ich habe eigentlich kein Problem mit dem Stillen. Mein Baby genießt es. Ich genieße es (wenn es nicht gerade 2.00 Uhr nachts ist). Klar nervt es mich, dass nachts nur die Brust, also nur ich, helfe um ihn wieder in den Schlaf zu bekommen. Ich frage mich oft, ob es vielleicht ein Fehler von mir war, ihn in den Schlaf zu stillen, so dass er das jetzt gewohnt ist und braucht. Aber dann denke ich wieder, es ist unsere Zeit. Die ist so schnell vorbei, die gibt uns niemand wieder. Stillen ist so etwas tolles. Wer weiß, ob ich es noch mal erleben darf. Unser Sohn, der ein echter Wirbelwind ist, kann sich an der Brust am Besten regulieren und kommt mal zur Ruhe. Also warum Abstillen? Ich vertraue weiter darauf, dass er mir zeigen wird, wenn er bereit ist und die Brust, die Nähe nicht mehr braucht. Also Mamas hört nicht auf Ratgeber oder Besserwisser. Hört auf eure Kinder und euer Gefühl.”

Christine von “nine.loves.art”

Christine_nine.loves

“Ich habe das Stillen geliebt, wirklich! Trotzdem wollte ich EIGENTLICH beide Kinder nur 6 Monate stillen, doch BEIDE Kindern habe sich schlichtweg geweigert, die Flasche zu nehmen! Als Luis tagsüber Beikost bekommen hat, habe ich nur noch nachts gestillt und war froh, dass er mit 7 Monaten dann plötzlich doch die Flasche genommen hat. Lola hingegen war eine Katastrophe: sie hat jede Beikost und jede Flasche verweigert, was haben wir alles ausprobiert (mal der Papa, mal die Oma, mal ich), aber nichts hat genützt, sondern nur hysterisches Schreien provoziert. Als ich dann eine Lungenentzündung bekommen habe (da war Lola 9 Monate alt) mußte ich aufgrund der Medikamente von heute auf morgen abstillen…der Arzt meinte: Gehen Sie nach Hause, stillen noch ein letztes Mal und erklären sie ihr, dass es nun leider nicht mehr geht… Wir waren auf das Schlimmste vorbereitet und was war? Sie hat einen Tag gemotzt und genölt, allerdings ohne hysterische Anfälle, und hat am nächsten Tag die Flasche genommen, als hätte sie nie etwas anderes getan…*kopfschüttel* Emotional war das Abstillen für mich kein Thema, habe die Zeit genossen, war aber wirklich froh, meinen Körper wieder für mich zu haben. Das einzig blöde war, dass meine Brüste – im  Gegensatz zu Lola – das plötzliche Abstillen nicht so wirklich verstanden haben 🙁 Und diese Pille wollte ich nicht nehmen, also habe ich 3 Wochen mit Globuli, Ausstreichen und Quarkwickeln verbracht…aber auch das ging vorbei 😉 Wie alles mit Kindern: nur eine Phase!!!”

Vanessa “itsallaboutlittlenick”

Vanessa_itsallaboutlittlenick

“Der Plan: zwischen 6 und 9 Monaten abstillen. Nick hat immer auch Fläschchen bekommen und früh mit Beikost angefangen, sollte also kein Problem werden. Mit 7 Monaten habe ich nur noch Nachts gestillt. Aber dann: ob Zahn, Ortswechsel, oder Erkältung, es gab 100 Gründe weiter zu stillen. Dem häufigen ‘Was, du stillst noch??’ zum Trotz haben wir gerade in dieser Zeit eine besondere Still-Beziehung entwickelt. Mit Nahrungsaufnahme hatte das wenig zu tun, mehr mit Einschlafen, Beruhigen, Zuflucht suchen. Ich habe das genossen, wurde aber auch nervös, ob wir es jemals schaffen. Es gab Tränen auf beiden Seiten wenn das Abstillen zu konkret wurde. Bis zuletzt war nicht sicher, ob ich bis zu diesem Montag heute überhaupt abgestillt habe. Ich habe immer mal 2-3 Tage gar nicht gestillt und dann brauchte Nick es wieder und ich wollte es ihm nicht verwehren. Bis vor einer Woche. Da wollte ich plötzlich nicht mehr. Und es stimmt (ich habe lange gezweifelt): wenn man sich selbst sicher ist, überzeugt man auch das Kind. Ich habe 6 Monate gestillt und 7 Monate abgestillt. Und das war gut und richtig so.”

Sabine von “bineloveslife”

Sabine_bineloveslife

“Irgendwann im April (dieses Jahr) bin ich recht krank geworden. Es war eine schwere Mittelohrentzündung. Und die ersten Antibiotika halfen nicht. Dann haben ihn meine Eltern abgeholt und bei mir gab es die zweite Ladung Antibiotika. Die haben dann geholfen und für mich war klar „Jetzt wird abgestillt“ oder eher „Jetzt habe ich abgestillt“. Denn nach dieser Zeit bei meinen Eltern wollte er zwar wieder gestillt werden, dennoch hatte ich kein gutes Gefühl dabei. Ich habe immer gerne gestillt und hätte sicher auch gerne weiter gemacht. Dennoch war da dieses Bauchgefühl „es reicht jetzt“ hat das Bauchgefühl immer gesagt. Es hat auch gereicht Ich habe meinen Sohn fast zwei Jahre gestillt Abschließend bin ich dankbar dafür, dass ich Stillen konnte, denn es gibt auch genügend Frauen bei denen es nicht klappt. Und wer weiß, wie es bei mir sein wird, wenn ich vielleicht sogar nochmal ein Kind habe. Jede Beziehung zum Kind ist einzigartig und jedes neue Kind wird eine neue Beziehung zu mir haben und ein anderes Stillverhältnis.”

Patrycia von “Milch & Honig”

Patrycja_milch&Honig

“Abstillen – ein Thema mit dem ich mich schon sehr beschäftigt habe als die Kinder noch im Bauch waren. Ich hatte immer Angst, daß es sehr schwer sein wird. Und dann hatte ich sehr viele Probleme beim Stillen und meine Angst wurde riesig… Ich war sogar im ständigen Kontakt mit einer Stillberaterin von La Lece Ligga (danke nochmal, Ihr leistet einen großartigen Job) und Sie hat mir empfohlen mit meinen Kindern über Abstillen zu reden. Deshalb habe ich, als Z und N ein Jahr alt wurden, angefangen mit Ihnen das Thema anzusprechen – * Du bist schon groß, vielleicht willst Du heute mit Nukkel einschlaffen? oder  Wollen wir heute ohne Brust einschalffen? usw. Es hat natürlich nicht gleich geklappt 🙂 Bei Z hat es noch 4 Monate und Bei N 5 Monate gedauert bis sie dann doch losgelassen haben. Und das ohne zu weinen usw. Es ist kein Rezept, denn jedes Kind ist anders. Was bei einem klappt , klappt nicht unbedingt immer auch bei den anderen. Manche Kinder wollen mehr und andere wiederum weniger gestillt werden. Vielleicht werde ich mit Kind nr 3 mehr Probleme haben?? Wer weiss :)”

Claudia von “caui.sophia”

Claudia_caui.sofia

“Ohne wenn & aber war für mich von Anfang an klar “Ich werde stillen!” Es hat auch alles super geklappt, nur geschlafen hat Sofia immer schlecht. Ein- bis dreimal Wachwerden in der Nacht waren normal, aber man gewöhnt sich ja bekanntlich an alles. Seit ihrem ersten Geburtstag wurde Sofia nur noch abends & nachts gestillt, tagsüber hat das Abstillen wunderbar geklappt. Die ersten Versuche Sofia komplett abzustillen sind kläglich gescheitert, sie hat die ganze Nacht lang geweint/geschrien & hat sich durch nichts (außer meiner Brust) beruhigen lassen. Wir waren uns einig, erzwingen wollten wir nichts & wenn ich sie bis zu ihrem 3. Geburtstag gestillt hätte. Als ich es dann aber spontan letzte Woche nochmal probiert habe, hat es auf einmal geklappt & seitdem ist sie stillfrei & schläft viel besser. Anderthalb Jahre habe ich gestillt, fast ein Jahr voll & ich habe es geliebt.”

Ina von “elze.und.ich”

Ina_elze.und.ich

“Als Elly zu Welt kam, hatten wir einen recht leichten Start zusammen. Zum Glück (!!) und im Nachhinein betrachtet nicht so selbstverständlich! Das Stillen klappte auf Anhieb super. Sie trank zwar nicht sehr viel, dafür sehr oft, aber im Grunde genommen war immer ‘genug da’. Vielleicht war es auch eine Spur ‘zu einfach’, wie das gleich so geklappt hat?! Ich nahm mir vor, 6 Monate zu stillen, nach und nach die Beikost einzuführen und langsam abzustillen. Eigentlich nur, weil ich die Hoffnung hegte, dass sie vielleicht länger satt ist, länger schläft und ich das Stillen in der Öffentlichkeit, was mich selber leider oft gestresst hat, immer mehr umgehen kann. Gesagt, getan.. Nur, dass aus langsam und allmählich ein plötzlich, schnell und von heute auf morgen wurde. Innerhalb von zwei Wochen hatte ich abgestillt. Sie hat die Flasche ohne Probleme genommen, war damit scheinbar genauso zufrieden. Länger satt war sie aber trotzdem nicht und besser geschlafen, oder länger am Stück, hat sie auch nicht. Heute, mit einem gewissen Abstand dazu, frage ich mich ‘warum nur 6 Monate, wenn es doch länger möglich gewesen wäre?!’ Intensive Kuschelmomente haben wir heute mit ihren fast 17 Monaten Gott sei dank immernoch sehr viel, so dass ich diesen Punkt nicht vermisse. Aber wenn ich noch ein zweites Mal Mama werden sollte, dann würde ich mich nicht nocheinmal von mir selber ‘so hetzen lassen’!”

Falls du jetzt auch Lust bekommen hast mit zu machen oder selber Fragen hast die dir schon lange unter den Nägel brennen, dann schreib mir doch einfach an hello@rockmyday.de

Ich freue mich auf deine Email <3

xoxo

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